Weitverbreitete Einsamkeit
Was es mit der Einsamkeit in der Schweiz auf sich hat.

Einsamkeit verstehen: Herausforderung unserer Zeit
Einsamkeit ist kein Makel, sondern ein weitverbreitetes menschliches Empfinden. In der Schweiz geben rund 42 % der Bevölkerung an, sich manchmal, oft oder sehr oft einsam zu fühlen – ein klarer Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren. Besonders unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren berichten viele von wiederkehrenden Einsamkeitsgefühlen. Im Altersbereich über 85 Jahren sind rund 37 % betroffen, was etwa 90 000 Personen entspricht.
Psychologische und medizinische Studien zeigen, dass Einsamkeit nicht nur psychisch belastet, sondern auch körperlich messbare Folgen haben kann: Bestimmte Proteine im Blut verändern sich, Entzündungsprozesse verschärfen sich, und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Demenz wächst. Auch das subjektive Empfinden von Einsamkeit – von „gefühlt abgekoppelt sein“ – kann schwerer wiegen als objektive Isolation.
Diese Befunde verdeutlichen: Einsamkeit betrifft Menschen jeden Alters und trifft besonders jene, deren soziale Netze verletzt, instabil oder unbefriedigend sind.
Einsamkeit bei Jung und Alt: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Bei jungen Menschen (15–24 Jahre) sind Einsamkeitsgefühle besonders häufig. Studien zeigen, dass etwa die Hälfte dieser Altersgruppe zumindest gelegentlich Einsamkeit erlebt. Die Gründe: hohe Erwartungen an soziale Beziehungen, starker Vergleich in digitalen Medien, Übergänge wie Umzug oder Ausbildung.
Im höheren Alter hingegen spielen Faktoren wie Verlust von Partnern, eingeschränkte Mobilität, fehlende Alltagskontakte oder Umzüge in Betreuungseinrichtungen eine grössere Rolle. Hier trifft Einsamkeit oft auf körperliche Einschränkungen und eingeschränkte Ressourcen. Manche Gruppen, wie pflegende Angehörige, leiden trotz scheinbar stabiler Beziehungen unter Einsamkeitsgefühlen, weil sie sich emotional überfordert oder isoliert erleben.
In beiden Altersgruppen zeigt sich: Die reine Anwesenheit von Menschen reicht nicht aus — entscheidend ist die Qualität der Beziehungen, das Gefühl, verstanden und verbunden zu sein.
Wie Freiraummanager:innen Sie unterstützen können
Unsere Dienstleistung Einsamkeitshilfe richtet sich genau an die Lücke zwischen blossem Kontakt und echter Verbindung. Wir begleiten Menschen in Phasen, in denen sie sich isoliert fühlen und bieten konkrete Strategien und Begleitung:
- Individuelle Begleitung: ein offenes Gespräch, wertschätzendes Zuhören, strukturierte Wege finden, um wieder soziale Verbindung aufzubauen
- Vernetzung und Vermittlung: wir bringen Menschen zusammen oder entwickeln mit Ihnen gemeinsame Projekte, die Ihren Wünschen entsprechen
- Diskrete Coaching-Szenarien: in echten Situationen, in denen Menschen Hemmungen haben, wirken wir als „neutraler Rahmen“ und helfen vor Ort, erste Schritte zu wagen
- Langfristige Szenarien und Lösungen: bei Menschen, die dauerhaft wenig Kontaktmöglichkeiten haben oder sich in konfliktbelasteten Lebensumständen befinden, entwickeln wir strategische Modelle, die Verbindungswege schaffen
Als Freiraumanager:innen können wir ergänzend helfen, wenn die Ursache der Einsamkeit damit zusammenhängt, dass jemand sich gegenüber seinem Umfeld nicht offen zeigen kann. In solchen Fällen schaffen wir diskrete Rahmen, um ihre Privatsphäre nicht zu gefährden. Unsere langjährige Erfahrung in diversen Projekten hilft, solche Lösungen verantwortungsvoll zu entwickeln.
Ausblick und Appell
Einsamkeit ist kein Einzelschicksal – sie ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Studien belegen: Einsamkeit zu bekämpfen, heisst Gesundheit, Lebensqualität und seelisches Gleichgewicht zu schützen. Die Freiraummanager:innen bieten wirkungsvolle Unterstützung an: nicht als oberflächlicher Kontaktersatz, sondern als strukturierte, individuelle Begleitung, die Vertrauen und Verbindung schafft.
Falls Sie sich einsam fühlen, helfen Ihnen unsere Freiraummanager:innen in diesem Bereich weiter. Schauen Sie sich unseren Service Einsamkeitshilfe sowie unsere weiteren hilfreichen Dienstleistungen an - und kontaktieren Sie uns anonym, falls Sie sich angesprochen fühlen.
(Quellen: kath.ch / Swissinfo / Promentesana / VASOS / SRF / Uni Bern)
